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Schnell und bunt - Libellen am Gartenteich

Libelle

Sobald die Gartenteichsaison beginnt und das warme Wetter einsetzt, sind sie auch da, die Libellen. Sie gehören mit zu den faszinierendsten Geschöpfen am Teich, denn ihre Größe, die Flugtechnik und die z.T. sehr bunte Färbung heben Sie deutlich von anderen Insekten ab.

Als allererstes möchten wir mit einem Vorurteil aufräumen: Libellen können nicht stechen! Wir Menschen brauchen also keine Angst vor diesen schnellen Fliegern zu haben, wohl aber kleinere Fluginsekten, denn Libellen sind gefürchtete Jäger in der Luft, die mit ihren zwei Flügelpaaren fast schon unglaubliche Flugmanöver durchführen können. Diese können sie nämlich getrennt voneinander bewegen, was manche Arten sogar befähigt, rückwärts zu fliegen.

Libelle

Unterstützt werden sie dabei von ihren leistungsfähigen Facettenaugen, die es den Tieren erlauben, auch schnelle Bewegungen in ihre Einzelbilder zu zerlegen (jeder, der schon einmal versucht hat, eine Fliege mit der Hand zu fangen, kennt die Leistungsfähigkeit von Facettenaugen). Die wohl leistungsfähigsten Augen im Insektenreich sitzen auf einem beweglichen Kopf, was das gezielte Anfliegen von Beutetieren noch unterstützt. Die Auswahl der Beute erfolgt wahllos, alles, was sich bewältigen lässt, wird auch angegriffen, und sogar Kannibalismus ist möglich.

Libelle

Die erwachsenen Tiere haben eine Lebensdauer von ca. 6-8 Wochen, und der Höhepunkt ist die Paarung. Hierbei fassen die Greifzangen am Hinterleib des Männchens die Weibchen hinter dem Kopfsegment. Im Flug berührt dann das Weibchen mit seiner Geschlechtsöffnung die Samentasche des Männchens, wodurch das für Libellen typische Paarungsrad entsteht.

Libellenlarve

Nach der Eiablage im Wasser beginnt für die aus den Eiern schlüpfenden Libellenlarven eine wesentlich längere Phase als die des Erwachsenenlebens, die bis zu 5 Jahre dauern kann. Als räuberisch lebende Larve ist sie unter Wasser mit einer an Alien-Filme erinnernde Fangmaske ein ebenso gefürchteter Räuber wie ihre Eltern über Wasser. Wasserinsekten, Kaulquappen aber auch kleinere Fische können von den Larven der größeren Arten bewältigt werden. Nach mehreren Häutungen kriechen die Larven an senkrechten Strukturen (z. B. Pflanzenstengel) hoch, verpuppen sich und schlüpfen als fertige Libellen aus. Die Exuvie, die leere Hülle in Form der Libellenlarve, bleibt zurück.

© ZOO & Co.

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