
Pünktlich zu Silvester ist es wieder soweit: Selbst vermeintlich furchtlose Hunde können dann schnell in Panik geraten, laufen weg und verkriechen sich in einem Versteck. Denn der beste Freund des Menschen reagiert besonders sensibel auf den unbekannten Böllerlärm, Knaller und Silvesterraketen. Das ist auch kein Wunder – schließlich hat der Hund ein etwa viermal besseres Gehör als der Mensch.
Dabei können Frauchen und Herrchen einiges tun, damit ihr Hund gut und möglichst angstfrei ins Neue Jahr kommt. Sie können zwar ihrem Tier nicht verbal erklären, dass der Lärm in einigen Stunden wieder vorbei ist, doch eine ruhige und gelassene Stimmung des Hundehalters überträgt sich auch auf das Tier. Denn Hunde spüren sehr genau, wenn vor Silvesterbeginn Frauchen oder Herrchen selbst unruhig sind. Daher: Bleiben sie cool! Das weckt beim Hund Sicherheit und wirkt angstlösend. Die gleichen Regeln gelten bei Gewitter.

„Zu viel Trost und übertriebene Zuwendung führt bei der Knallerei jedoch dazu, dass die Angst nur gesteigert wird“, weiß Katrin Alexy, ZOO & Co. Sortimentsleiterin für den Bereich Hund und Katze. So erweckt hektisches Streicheln beim Hund den Eindruck, dass es gut und richtig ist, Angst zu haben. Wird auf Bellen oder Jaulen eingegangen, kann dies ebenfalls Angstreaktionen verstärken.
Um seinen Vierbeiner vor Krach zu schützen, sollten Türen und Fenster im Haus geschlossen und die Rollos zugezogen sein. Das kann den Lärm deutlich verringern. Erschrickt der Hund doch einmal, gehen Sie ruhig zum Fenster, „checken“ die Lage und setzen Ihre Tätigkeit wieder ganz normal fort. Das zeigt dem Tier, dass Sie den Knall ebenfalls wahrgenommen, ihn aber als ungefährlich eingestuft haben.
Gleich sicherer fühlt sich der Hund, wenn er sich in einem abgedunkelten Raum in sein Körbchen oder seine Transportbox zurückziehen kann. Hilfreich ist auch das Einschalten von Fernsehen oder Radio. Diese bekannten Geräusche können den Silvesterlärm etwas überdecken. Beruhigungsmittel für den Hund sind nur für absolute Notfallpatienten und nur nach Rücksprache mit dem Tierarzt empfohlen.

Steht der Gassigang an, sollte dieser an den Tagen um Silvester immer an der Leine erfolgen. So wird vermieden, dass der Hund vor einem Böller erschrickt und Reißaus nimmt. „Außerdem hat man sein Tier besser im Blick und kann leichter einschreiten, wenn der Hund Knaller- und Raketenreste fressen will“, betont Alexy.
Bis 20 Uhr sollte am Silvesterabend dann das letzte „Geschäft“ erledigt sein, damit man nicht von unliebsamen Böllern und Knallern überrascht wird. Läuft der geliebte Vierbeiner doch einmal in Panik weg, sollten Hundehalter entsprechende Vorsorge getroffen haben. Ein Halsband mit einem Adressanhänger mitsamt Telefonnummer hilft, den Ausreißer schnell wieder nach Hause zu bringen.
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