Lemminge - wirklich lebensmüde?
Der Lemming wird je nach Art zwischen 7 und 15 cm groß. In der freien Natur vermehrt er sich alle 3-5 Jahre explosionsartig und geht dann auf Wanderung. Gerüchten zufolge sollen sich die Tiere dann kollektiv von einer Klippe in den Tod stürzen. Das stimmt aber nicht ganz. In der Tat ist es so, dass die Tiere auch vor Küstengebieten nicht halt machen. Die ausgezeichneten Schwimmer überwinden auch größere Distanzen problemlos. Das das eine oder andere Tier bei diesem wagemutigen Unterfangen zu Tode kommt, kann nicht bestritten werden. Verbreitungsgebiet: Kalte Klimazonen wie Nordeuropa, Nordamerika und Nordasien.
Steppenlemminge bei Aquatop
Steppenlemminge sind eigentlich gar keine Lemminge, sondern mit der Schermaus verwandte Wühlmäuse. Verbreitungsgebiet: West- und Zentralasien.
Die Oberseite des Fells ist grau mit einem Aalstrich, die Unterseite ist hell. Sie sind 8-12 cm lang, haben einen kurzen Schwanz und winzige Ohren, die man kaum sehen kann. Deshalb auch die Verwechslung mit dem Lemming. Die hauptsächlich nachtaktiven Nager sind für eine Haltung in einem größeren Terrarium sehr gut geeignet. Die winzigen Flitzer wuseln, knabbern und graben und sind einfach interessant zu beobachten. Als Kuscheltier sind sie allerdings nicht geeignet. Da die Tierchen tiefe Höhlen graben, bietet sich eine Terrarium mit einer hohen Schicht Einstreu an. So kann man die lustigen Gesellen besser beobachten.
Sie ernähren sich von kargen Pflanzen, Moosen, Gräsern, Körnern und Wurzeln. Eine zu energiereiche Nahrung kann den Tieren deshalb schaden. Durch die Fütterung von Obst können sie schnell an Diabetes erkranken und sterben. Da die Tiere nur rund ein Drittel der aufgenommenen Nahrung verwerten können, kommt es zu einer schnellen Verkotung des Käfigs, der deshalb regelmäßig gereinigt werden sollte. Um die Lemminge mit Mineralien zu versorgen, sollte man Lehmnagesteine und Salzlecksteine anbieten.
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