Kleintier-Einstreu

Die Wahl der richtigen Einstreu beeinflusst das harmonische Zusammenleben mit Zwergkaninchen und Kleinnagern entscheidend. Wichtig ist es daher, die Bedürfnisse von Mensch und Tier optimal in Einklang zu bringen.
Während der Mensch vor allem auf bestmögliche Geruchsverhinderung, Hygiene, Wirtschaftlichkeit und Staubarmut Wert legt, geht es für das Tier ganz klar um Wohlfühlfaktoren, schließlich muss es in und mit der Streu leben. Aus der Sicht Ihres Lieblings sollte das Material daher kuschelig sein, sich aber auch gut als „Baustelle“ eignen, denn Hamster und Co. haben das Bedürfnis, zu graben und sich Nester anzulegen.
Eine Strohschicht ist unschlagbar
Empfehlenswert sind eine saugstarke und geruchsbindende Basiseinstreu in Kombination mit einer Feuchtigkeit ableitenden Überstreu. Am besten verwendet man bei größeren Nagern und Kaninchen dafür Stroh.
Die Vorteile liegen auf der Hand: Stroh leitet die Feuchtigkeit sicher in die Basiseinstrau ab, die Oberfläche bleibt trocken. Außerdem haftet die feinere Basisstreu, die vom Stroh abgedeckt ist, nicht an den Pfoten und kann daher beim Freilauf auch nicht in der ganzen Wohnung verteilt werden.
Und ganz wichtig – der Wohlfühlfaktor: Stroh wird gerne von den Tieren benagt und teilweise gefressen. Zudem liegt es sich auf Stroh bequemer.

Faustregel für die „Matratzenstärke“
Generell gilt: Die Einstreumenge ist abhängig von der Größe und dem Verhalten der Tiere. Bei großen Tieren wie Meerschweinchen und Kaninchen muss relativ viel Urin gebunden werden. Hier ist eine Einstreutiefe von mindestens 5 cm sinnvoll. Viele Kleinnager gehören zu den grabenden oder wühlenden Arten und brauchen entsprechend Platz nach unten, sprich eine dicke, tiefe Schicht Einstreu, damit sie ihr Grundbedürfnis möglichst befriedigen können. Wichtig dabei ist, auf die Sicherheit der fleißigen Bauarbeiter zu achten und „Erdrutsche“ zu vermeiden: Häuser, Näpfe und sonstiges Zubehör sollten so angebracht sein, dass sie nicht abrutschen, wenn ihr Fundament untergraben wird.
Bauen Sie mit!
Versetzen Sie sich in Ihr kleines Baugenie und überlegen Sie, mit welchem Material Graben und Wühlen am meisten Spaß machen. Nämlich mit einer möglichst verbundfesten, zum Graben geeigneten Einstreu. Um diese zusammenzustellen, greifen Sie am besten auf leichte, voluminöse Streu (Baumwolleinstreu, Späne) plus langfaserige Bestandteile (Stroh) zurück. So entstehen wahre Baukunstwerke, die von Dauer sind.
Einstreu im Vergleich
Späne
- Klassische Kleintiereinstreu
- Hygienisch und saugstark
- Gute Geruchsbindung
- Je nach Preislage mehr oder weniger staubarm
Stroh
- Ideal als Überstreu für größere und viele kleinere Arten
- Urin und Kot werden in die Basiseinstreu abgeleitet, so bleibt die Lauffläche trocken und hygienisch
- Als alleinige Einstreu nicht ideal, da Feuchtigkeit durch die natürliche Struktur nicht schnell genug gebunden werden kann
Granulate
- Erhältlich sind Holz-, Mais-, Hanf- und verschiedene andere Granulate
- Saugkräftiger und staubärmer als Späne
- Hygienisch
- Gute Geruchsbindung (besonders Hanf)
Papiereinstreu
- Nur bedingt empfehlenswert, da viele der angebotenen Produkte die aufgenommene Feuchtigkeit nicht dauerhaft binden können
Pellets
- Erhältlich sind Stroh- oder Hanfpellets
- Besonders hygienisch und saugstark
- Gute Geruchsbindung (besonders Hanf)
- Kompakt und wirtschaftlich, weil sie ein Vielfaches des eigenen Volumens an Feuchtigkeit aufnehmen
- Extrem staubarm
- Eher hart, daher immer mit Überstreu verwenden, um die Pfoten Ihrer Lieblinge zu schonen
Baumwolleinstreu
- Besonders geeignet für Kleinnager und grabende Arten
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