GrößZoofachmarkt der Euregio!

Korallen und Anemonen

Bei den Korallen handelt es sich um in der Regel sesshafte Lebewesen der Gattung „Polypen“. Sie treten einzeln und in Gruppen auf. Man unterscheidet zwischen Weich- und Steinkorallen. Letztere bilden durch Einlagern von Kalk Skelette, die sich wiederum zu einem Korallen-Riff zusammenfügen. Diese Skelette sind pflanzenartig verzweigt. Farbenprächtige Polypen, die sich auf den Zweigenden niederlassen, schaffen den Eindruck einer Blütenpflanze.

Die Physiognomie der Korallen besteht im Wesentlichen aus der Mundscheibe, mit der sie ihre Beute einfangen und aufnehmen sowie dem Magenstiel als Verdauungstrakt. Die Mundscheibe ist in der Mitte mit einer Öffnung versehen. Diese Öffnung ist von hohen Tentakeln (Greifarmen) umgeben. Ein Schlundrohr leitet die Nahrung aus Mikroplankton und Spurenelementen in den Magenraum im Stiel der Koralle. Den größten Teil der Nahrung bilden sog. Symbiose-Algen, welche durch Photosynthese die intensiven Farben der Koralle erzeugen.

Die Ernährung durch Symbiose-Algen ist eines der raffiniertesten Versorgungssysteme in der Natur. Die Korallen züchten in ihrem Innern einzellige Algenpflanzen. Sie führen wie jede Pflanze die Photosynthese durch und geben dabei Eiweiß, Kohlehydrate und Fette sowie Sauerstoff an die Koralle ab. Beinah könnte man sagen, die Korallen leben vom Sonnenlicht, dem Motor der Photosynthese. Bei der Photosynthese werden mit Hilfe lichtabsorbierender Farbstoffe, der Chlorophylle, Kohlendioxid und Wasser in Kohlehydrat umgewandelt. Im Gegenzug versorgt die Koralle die Algen mit dem Düngemittel Ammonium und Kohlendioxid. So sind beide Lebewesen über die Nahrungskette symbiotisch aneinander gebunden.

Lederkorallen

Die Lederkoralle ist aus einer Vielzahl einzelner Polypen mit einem gemeinsamen Stamm gebildet. Dazwischen befinden sich weitere Kurzpolypen. Sie sichern den Gasaustausch, während die mehrere Zentimeter langen Polypen die Lederkoralle mit Nahrung versorgen. Durch ihre langsam wogenden Bewegungen üben sie im Aquarium einen starken optischen Reiz aus. Vollständig geöffnet zeigen die Polypen an ihrem Ende ein kleines blütenartiges Gebilde.

Im Aquarium stellt sie die gleichen geringen Ansprüche wie die anderen erwähnten Korallenarten.

Röhrenkorallen

Sie bilden mattenförmige Kolonien, sind anpassungsfähig, haltbar und besonders fortpflanzungsfreudig. Auf Dekorationssteinen breiten sie sich schnell aus im Aquarium. Sie leben ausschließlich von Symbiose-Algen, müssen also nicht gefüttert werden. Lediglich auf richtige Beleuchtung ist zu achten. Röhrenkorallen entwickeln sich am besten bei starkem Licht. Ansonsten sind sie eher unempfindlich und verzeihen manchen Anfänger-Fehler, sind verträglich gegenüber den meisten Fischarten und verursachen wenig Konflikte in der Vergesellschaftung mit wirbellosen Tieren. Die einzigen Feinde der Röhrenkorallen sind Schmier- und Fadenalgen

Seeanemonen

Seeanemonen (Actiniaria) sind walzenförmige, sechsstrahlige Blumentiere ohne Skelett. Sie bilden im Gegensatz zu Korallen keine Kolonien. Sie können sich durch langsames Kriechen fortbewegen. Ihre Tentakel sind meistens nicht weiterverzweigt. Es gibt sie in vielen Farbvarianten. Sie sind oft leicht durchscheinend.

Die Seeanemone ernährt sich von Fischen, Krebsen, Schnecken oder Plankton, je nach Art. Sie geben allerdings auch machen Tierarten Schutz vor Fressfeinden, z.b. Anemonenfischen, Anemonengrundeln und Partnergarnelen.

Scheibenanemonen

Auch sie gehören zu den anspruchsloseren Bewohnern eines Riffaquariums. Ihre ansprechenden Farben machen sie beliebt bei Aquarianern.

Scheibenanemonen bestehen, wie in der Bezeichnung bereits anklingt, aus einer Scheibe mit der Mundöffnung in der Mitte. Die Scheibe sitzt auf einer stämmchenähnlichen Körpersäule. Scheibenanemonen sind ebenso wie die Korallen sesshafte Tiere. Sie siedeln im Substrat. In puncto Wasserqualität sind sie vergleichsweise anspruchslos. Sie ernähren sich eigenständig mithilfe von Symbiose-Algen. Einige Arten fangen Schwebstoffe aus dem Wasser auf. Sie können zusätzlich gefüttert werden. Ihre Nahrungsaufnahme bietet ein interessantes kleines Schauspiel, denn sie umschließen die aufgefangene Nahrung, indem sie sich zu einem schüsselähnlichen oder kugelartigen Behälter formen.

Scheibenanemonen sind sehr fortpflanzungsfreudig. Dabei schnürt die Anemone am unteren Ende ihrer Körpersäule oder an den Rändern der Mundscheibe ein kleines Gewebestück ab, aus dem sich ein neues Tier entwickelt. Manchmal bewegen sich die Scheibenanemonen auf ihrem Untergrund zur Seite und lassen dabei Gewebereste zurück, aus denen kleine Anemonen heranwachsen. Sie können sich im Lauf der Zeit zu einem attraktiven Anemonen-Teppich entwickeln. Bei vielfarbigen Anemonen entsteht so eine dekorative Unterwasserlandschaft.

Über 20 Jahre Aquatop Würselen

Jetzt Fan bei Facebook werden

Unsere Filialen

ZOO & Co. Bonn

ZOO & Co. Herzogenrath

ZOO & Co. Simmerath

ZooRoyal, der Onlineshop für Ihr Haustier