Hundeerziehung - je früher desto besser


Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr!
Welpenkurs
Die ersten 4 Monate im Leben eines Hundes sind die wichtigsten, da er in dieser Zeit am schnellsten lernt. Deshalb bietet es sich an, einen Welpenkurs zu besuchen.
Im Vordergrund steht das Erlernen artgerechten Sozialverhaltens. Der Hund wird zahlreichen Umweltreizen und verschiedenen Alltagssituationen ausgesetzt. Durch den Einsatz von Spielgeräten wird die Geschicklichkeit gefördert, gesundes Selbstvertrauen auf und Ängste abgebaut. In dieser wichtigen Zeit wird die Basis für das Vertrauen zwischen Hund und Mensch geschaffen.
Ein guter Hundetrainer erkennt sehr schnell das Wesen Ihres Hundes und kann Stärken und Schwächen gezielt beeinflussen. Aggressive und dominante Verhaltensweisen können frühzeitig in positive Bahnen gelenkt werden.Grundübungen wie "Sitz", "Platz" und "Hier" werden spielerisch erlernt. Dabei wird bestenfalls auf das Lerntempo des jeweiligen Welpen eingegangen.
Die Prägephase ist schneller herum als man denkt und oft hat man viele Alltagssituationen noch nicht geübt. Später ist es oft mit einem enormen Aufwand verbunden, den Hund an fremde Situationen heranzuführen. Deshalb sollte man so früh und oft wie möglich die verschiedenen Situationen üben. Hier einige Beispiele: Fahren mit Auto, Bus und Bahn, Ausflüge in die Stadt, Besuch von Freunden und Bekannten, Konfrontationen mit ungewöhnlichen Geräuschen wie Staubsauger, Fön, Silvesterknaller, scheppernden Töpfen, Türklingel u.v.m.
Der Welpe sollte frühzeitig mit Kindern verschiedener Altersstufen und älteren Menschen mit Gehhilfen oder Rollstühlen bekannt gemacht werden. Auch wenn man keine anderen Haustiere hat, kann ein Zoobesuch nicht schaden. Damit Ihr Hund nicht bei jedem Tierarztbesuch zitternd im Wartezimmer steht oder womöglich aus Angst beißt, sollten Sie frühzeitig den Tierarzt aufsuchen und auch mehrere Besuche abstatten, die nichts mit einer schmerzhaften Untersuchung zu tun haben. Belohnen Sie den Hund, wenn er sich brav abtasten lässt, verknüpfen Sie den Besuch mit einer positiven Erfahrung. Das wird Ihnen später zugute kommen.
Oft wird der Einfluss anderer Hunde unterschätzt. Ältere Hunde übernehmen oft die Erziehung und Maßregelung von übermütigen Welpen. Im Spiel mit Artgenossen wird auch die Beißhemmung geübt und somit Grenzen gesetzt. Verhaltensauffällige Hunde haben oft in der Prägezeit keinen sozialen Kontakt mit Artgenossen gehabt. Spielen ist ein wichtiges Hilfsmittel für Stress- und Angstabbau.
Zu einem guten Welpenkurs gehört auch ein Erstehilfekurs, in dem der Hundebesitzer die Grundlagen der Erstversorgung nach einem (Beiß)-Unfall lernen.

Junghundegruppe
Nachdem Welpenkurs können in einer Junghundegruppe die bishererlernten Verhaltensweisen gestärkt werden. Gehorsamsübungen wie"Sitz", "Platz", "Hier", "Bleib" und Leinenführigkeit werden weiterausgebaut. Die Beziehung zwischen Mensch und Hund werden weiter gestärkt. Der soziale Kontakt zu gleichaltrigen Artgenossen fördert den Lerneffekt, denn zwischen den Übungen wird immer wieder gespielt und getobt.
Nach und nach entwickeln sich die unterschiedlichen Charaktere, auf die gezielt eingegangen werden kann. Hat Ihr Hund eine besonders gute Nase? Dann eignet er sich vielleicht als Suchhund in der Hundestaffel. Apportiert er gerne? Dann kommen Flyball und Frisbeewerfen in Frage.Ist er allgemein sehr sportlich? Dann sollten Sie Agility ausprobieren. Ist Ihr Hund extrem sanft, zutraulich und lässt sich gerne streicheln? Dann bilden Sie ihn doch zum Therapiehund aus und besuchen Sie ältere und kranke Menschen oder behinderte Kinder. Es gibt so viele Möglichkeiten, die allerdings abhängig sind vom Charakter und Wesen Ihres Hundes. Diese gezielte Förderung kann enorm viel Spaß machen und sorgt für ein ausgeglichenes und glückliches Hundeleben.
Nach der Junghundegruppe gibt Ihnen Ihr Hundetrainer sicherlich Tipps, welche nachfolgenden Kurse für Sie und Ihren Hund am besten geeignet sind.
Lassen Sie sich ausführlich beraten oder probieren Sie verschiedene Gruppen und Sportarten aus.
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