Hund und Drahtesel: Ein tolles Gespann

Nicht nur wir Menschen haben Spaß am Fahrradfahren – auch die meisten Vierbeiner genießen den flotten Ausflug an der Seite ihrer radelnden Frauchen und Herrchen. Mit etwas Übung und der richtigen Ausrüstung fahren Hundehalter und ihre Lieblinge auf Nummer sicher.
Haaalt! Nicht gleich davonradeln!
Hunde müssen sich erst an den Drahtesel gewöhnen, manche Tiere haben sogar Angst davor. Legen Sie das Fahrrad auf den Boden, damit Ihr Hund es erforschen kann und aufrecht stehend nicht als Bedrohung wahrnimmt. Dann kann ein Spaziergang folgen, bei dem Sie das Fahrrad schieben. Alles prima? Steigen Sie auf – aber bitte nicht gleich losradeln!
Lassen Sie Ihrem Hund Zeit, sich mit der neuen Situation anzufreunden. Sollte er Sie anbellen, ignorieren Sie seine Reaktion. Loben Sie ihn stattdessen ausgiebig, sobald er sich ruhig verhält. Auch ein Leckerli als Belohnung für das richtige Verhalten wirkt Wunder.
Sicher unterwegs
Richtig spannend wird es, wenn Sie nun langsam in die Pedale treten. Ihr Hund sollte sich stets auf der Höhe Ihrer Beine bewegen. Halten Sie sofort an, wenn er an der Leine zieht! Im Straßenverkehr kann solch ein Ruck schlimme Folgen haben. Sobald Ihr Hund merkt, dass sein Verhalten den lustigen Ausflug immer wieder bremst, wird er das Ziehen unterlassen. Für zusätzliche Sicherheit sorgen spezielle Fahrradleinen, die den Hund auf Abstand halten und ruckartiges Loslaufen oder Stehenbleiben abfedern. Statt eines Halsbandes ist ein gut sitzendes Geschirr Pflicht, damit das Tier sich nicht verletzt. Sobald es mit dem Fahrradfahren in Hundebegleitung klappt, finden die meisten Vierbeiner den neuen Sport klasse – so klasse, dass sie sich bisweilen in ihrer Begeisterung maßlos überschätzen. Frauchen und Herrchen müssen deshalb darauf achten, dass ihre Tiere mithalten können und sich nicht überanstrengen. Die Ausflüge beginnen am besten mit fünf gemütlichen Minuten und werden langsam gesteigert. Natürlich mit regelmäßigen Pausen für ausgiebiges Herumschnüffeln und dringende Geschäfte! Und am besten auf weichen Wald- und Feldwegen, damit die Hundepfoten nicht über Gebühr strapaziert werden.

Laufen oder fahren?
Grundsätzlich sollten Hunde den Fahrradfahrer erst ab einem Alter von eineinhalb bis zwei Jahren begleiten, denn dann stimmt die Kondition und das Knochengerüst ist stabil. Für sehr klein oder groß gewachsene Hunde, für ältere oder kranke Vierbeiner kann der neue Sport insgesamt zu anstrengend sein. Halten Sie in solchen Fällen Rücksprache mit dem Tierarzt oder verzichten Sie lieber ganz. Ihr Hund muss deshalb nicht zu Hause bleiben, sondern kann Sie in einem passenden Korb oder bequemen Anhänger begleiten! Geben Sie dem Tier auch hier Zeit, sich an den neuen Transport zu gewöhnen – dann steht dem gelungenen Fahrradausflug nichts mehr Wege.
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