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Der Degu

Degu

Degus (Osmug Degu) gehören zu den Nagetieren und sind mit den Meerschweinchen verwandt. Sie leben in den chilenischen Anden. Erst Anfang/Mitte der 90er Jahre wurden sie als Haustier entdeckt und seitdem immer populärer.

Die Tiere sind neugierig, intelligent, haben ein ausgeprägtes Sozialverhalten und begeistern Jung wie Alt. Sie können bei artgerechter Haltung 4-5 Jahre alt werden. In Ausnahmefällen hört man sogar von Tieren, die fast 10 Jahre alt geworden sind.

Die lustigen Nager sind tagaktiv und scheinen niemals müde zu werden. Sie lieben es zu wuseln und zu klettern, spielen miteinander oder benutzen das Laufrad. Das soziale Tier sollte man immer im Rudel halten. Bei mehreren Männchen sollte man darauf achten, dass die Tiere sich früh genug kennenlernen und möglichst kein Weibchen in der Nähe ist, da es sonst zu erbitterten Kämpfen kommen kann. Degus sind gesellig, aber sehr wählerisch. Sie suchen sich ihre Partner aus. Weibchen untereinander sind schneller bereit einander zu akzeptieren. Sobald die Rangordnung geklärt ist, steht einem freundschaftlichen Zusammenleben nichts mehr im Wege.

Degus sind enorm neugierig, sie erforschen die Umgebung, klettern und hüpfen. Deshalb sollte der Freigang außerhalb des Käfigs niemals ohne Aufsicht stattfinden. Vorsicht vor Kabeln! Wie viele andere Nager auch knabbern Degus gerne an Kabeln, was sehr gefährlich werden kann.

Kleiner Plausch gefällig?

Degus haben ein großes Repertoire an Tönen und Geräuschen, die sie von sich geben können. Sie zwitschern und fiepen und zeigen so, ob sie sich wohlfühlen, aufgeregt oder sogar ängstlich sind. Fühlen sie sich unwohl, geben Sie grelle, langgezogene Geräusche von sich.

Degu

Die Ernährung

Der Degu ist ein Allesfresser. Umso wichtiger ist es, dass Sie auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung achten. Der Stoffwechsel desDegus kann größere Zuckermengen nicht verarbeiten. Deshalb sind zuckerhaltige Nahrungsmittel – auch Obst – tabu. Auch Fertigfutter oder handelsübliche Leckerlis enthalten oft versteckten Zucker, so dass viele Degus bei falscher Ernährung nach kurzer Zeit an Diabetes erkranken und sterben.

Handelsübliches Meerschweinchenfutter mit trockenem Gemüse, Blüten und Kräutern bietet sich an. Sonnenblumenkerne und Nüsse sollte man nur in Maßen verfüttern, da sie sehr viel Fett enthalten. Gemüse, Salat (bitte kein Kopfsalat, der enthält zuviel Nitrat), Chicoree, Sprossen, Möhren, Kresse und Tomaten runden die gesunde Ernährung ab.

Frisches Heu sollte immer bereitliegen, das ist wichtig für die Verdauung und hilft beim Abrieb der schnellwachsenden Zähne. Zum Knabbern eignen sich Haselnussknabberhölzer. Die finden Sie, neben vielen anderen Nagerartikeln, selbstverständlich auch in unserer großen Nagerabteilung. Bitte keine Pflaumen- und Kirschbäume verwenden, diese enthalten giftige Blausäure! Stark harzhaltige Bäume sind auch nichtgeeignet.

Frisches Trinkwasser (Nagetiertränken aus dem Zoofachhandel) und ein Salzleckstein sowie ein Lehmnagestein sollte immer bereitstehen.

Degu in Laufrad

Die Haltung

Da Degus sehr aktiv sind, sollte der Käfig ausreichend groß sein. Am besten mit mehreren Etagen, vielen Ästen zum Klettern und Plattformen zum Ausruhen und beobachten. Ausgediente Aquarien (mindestens 250 Liter Volumen) bieten sich an, allerdings ist die Belüftung nicht optimal und die Urindämpfe schaden auf die Dauer den Atemwegen. Man sollte deshalb sehr oft die Einstreu wechseln und einen höher gelegenen Sitzplatz anbieten. Auf keinen Fall Plastik verwenden, da die Tiere einen ausgeprägten Nagetrieb haben und somit schnell krank werden.

Am besten geeignet ist eine große Zimmervoliere aus Metall. Der Phantasie sind bei der Auarbeitung des Nagerheims keine Grenzen gesetzt. In freier Wildbahn laufen Degus oft 2-3 km am Tag. Über eingroßes Laufrad werden sich die Tierchen deshalb sehr freuen. So können sie ihrem Bewegungsdrang gerecht werden.

Ein Unterschlupf in Form von einem Schlafhäuschen, einem Nest aus Hamsterwolle oder zerkleinertem Papier sollte unbedingt vorhanden sein.Viele Degufreunde bringen eine Halogen-Pflanzenlampe in einer Ecke des Käfigs an. So können sich dieTiere im Winter, wenn es dunkler und kühler ist, aufwärmen und die"Sonne" genießen.

Der Käfig sollte an einer ruhigen Ecke stehen. Die Raumtemperatur sollte 17-18 °C nicht unterschreiten. Etwa zwei Mal in der Woche benötigen Degus ein Sandbad zur Fellpflege. Dazu kann man Chinchillasand in eine Schüssel mit hohen Seitenwänden füllen und für ca. 30 Minuten in den Käfig stellen. Die kleinen Nager werden sich genüsslich im Sand wälzen. Ein Lehmnagestein und Salzleckstein sollte auch immer angeboten werden.

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