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Dschungel, Wüste oder Wasser?

Grüner Leguan bei ZOO & Co. Aquatop Würselen

Python bei ZOO & Co. Aquatop Würselen

Schlangen

Eva war wohl der erste Mensch mit einer engen Beziehung zu Schlangen. Wenn sie heutzutage auch keine Äpfel mehr verteilen, so finden die ungewöhnlichen Haustiere doch immer mehr Freunde. Wer sich als gruseligen Gag mal eben eine Schlange zulegen möchte, sollte es lieber lassen. Schlangen sind Lebewesen, die an ihren Halter allerhand Ansprüche stellen. Der Handel und die Haltung von Schlangen sind im Washingtoner Artenschutzabkommen nach strengen Vorschriften geregelt. Innerhalb der EU ist die Einfuhr der Arten genau reglementiert.

Beliebt bei Terrarienfreunden sind Boas und Pythons. Die gängigsten Arten dieser Würgeschlangen sind der Königspython, der Tigerpython und der Netzpython, die sich in Körperlänge und Verhalten voneinander unterscheiden.

Der Netzpython (Python reticulatus) gehört zu den größten Schlangen. Im Süden Sumatras erreichen die weiblichen Schlangen eine Länge von bis zu sechs Metern und ein Gewicht bis zu 75 kg. Die Männchen sind etwas kleiner. Der Netzpython ernährt sich von großen Echsen, Vögeln und Säugetieren. Sein Halter sollte nie den Respekt vor dem Tier verlieren, denn der Python schreckt auch vor Angriffen auf Menschen nicht zurück. Durch schnelle Körperbewegungen schafft er Sprünge über die Ein-Meter-Marke. Dennoch ist er wegen seiner aparten, braun bis rötlichen Gitterzeichnung eine Schönheit unter den Terrarienbewohnern.

Der aus Südostasien stammende Tigerpython (Python molurus) wird in zwei Unterarten unterteilt. Der helle Tigerpython und der dunkle Tigerpython. Die helle Varianten bringt es auf eine Länge von etwa drei Metern. Der dunkle Tigerpython erreicht in etwa eine Länge von 3-4 Metern. Er ernährt sich von Vögeln, Echsen und Amphibien. Ein Hühnchen oder eine fette Ratte sind eine willkommene Mahlzeit.

Einer der kleinsten und beliebtesten unter den Pythons hat den prätentiösesten Namen. Der Königspython (Python regius) wird gerade mal eineinhalb bis zwei Meter lang. Ihm reichen kleine Nagetiere zum Sattwerden. Bei Gefahr macht er sich selbst zur Schnecke. Er rollt sich kugelförmig zusammen.

Die Abgottschlange oder Boa Constrictor ist sicherlich die am häufigsten gepflegte Boa-Art. Es gibt von ihr viele verschiedene Standortformen. Diese unterscheiden sich sowohl in Färbung als auch in der Größe. Sie werden bis zu dreieinhalb Meter lang.

Aber auch andere Boa-Arten wie z.B. die Regenbogenboa und die Gartenboa erfreuen sich großer Beliebtheit in der Terraristik. Diese Arten bleiben meistens unter 2,50 Metern Länge und sind daher für die private Schlangenhaltung gut geeignet. Die meisten Boa-Arten nehmen im Terrarium Nagetiere in passender Größe als Futtertiere problemlos an. Viele lassen sich auch an totes Futter gewöhnen, was die Fütterung und Bereitstellung der Futtertiere erheblich erleichtert.

Bartagame bei ZOO & Co. Aquatop Würselen

Bartagamen

Sie stellen keine großen Ansprüche an ihren Halter und sind darum recht beliebt und verbreitet. Sie können bis 45 cm lang werden. Die Wüstenbewohner ernähren sich von Insekten, kleinen Vögeln, Fröschen und wirbellosen Tieren. Die Tiere bevorzuge Lebensräume mit extrem starker Sonneneinstrahlung.

Leguan bei ZOO & Co. Aquatop Würselen

Leguane

Leguane sind die Lieblingsdrachen der Terrarien-Fans. Es gibt sie in vielen verschiedenen Größen, Arten, Farben und Charakteren. Die Skala reicht von wenigen Zentimetern bis zum zwei Meter langen Grünen Leguan. Auch der Speisezettel ist so unterschiedlich wie nur möglich. Unter den Leguanen gibt es Fleisch- bzw. Insektenfresser und auch reine Pflanzenfresser. Den grünen Leguan möchten wir Ihnen hier etwas ausführlicher vorstellen.
 

Der Grüne Leguan

Mit seinen bis zu zwei Metern Größe ist der Grüne Leguan sicher nicht das richtige Haustier für eine durchschnittliche Mietwohnung. Er benötiget ein sehr großes Terrarium mit Klettermöglichkeiten, da er es sich sehr gerne auf dicken Ästen bequem machen. Die Tiere können sehr zahm werden, trotzdem sollte man die scharfen Krallen nicht unterschätzen. Wird es dem Leguan mal ungemütlich, reagiert er mit Zähnen und Krallen. Bisweilen gibt’s auch eins mit dem Schwanz.

Gecko bei ZOO & Co. Aquatop Würselen

Geckos

Im Laufe ihrer 50 Millionen Jahre langen Entwicklung haben die Geckos eine ausgezeichnete Anpassungsfähigkeit an die verschiedensten Lebensräume entwickelt. Man trifft sie in klimatisch gemäßigten Zonen wie dem Mittelmeerraum wie auch in Wüstengebieten. Auch haben sie eine ungeheure Artenvielfalt entwickelt. All das macht sie zu vergleichsweise pflegeleichten Terrarienbewohnern, die ideal zu Anfängern passen.

Abhängig von Gestalt und Abstammung sind sie in vier Unterfamilien unterteilt: Lidgeckos, Doppelfingergeckos, Eigentliche Geckos, Kugelfingergeckos...

Die eher scheuen und sehr flinken Geckos können zwischen 4 cm und knapp 40 cm groß werden. Die meisten unter ihnen sind dämmerungs- oder nachtaktive Tiere. Sie sind unauffällig gefärbt. Ihre Augen haben wie die aller nachtaktiven Echsen eine Spaltpupille.

Die so genannten Taggeckos sind auffälliger gezeichnet und blinzeln mit runden Pupillen in die Sonne, in deren Wärme sie sich am liebsten aufhalten. Auf dem Foto sehen Sie den Leopardgecko.

Die meisten Taggeckoarten bestechen durch leuchtende Farben, hauptsächlich grüne, aber aber auch rote und blaue Farbvarianten.

Chamäleon bei ZOO & Co. Aquatop Würselen

Chamäleons

Das Chamäleon hat die Gabe, seine Hautfarbe zu verändern. Das funktioniert indem die bunten Farbzellen unter der Haut sich vergrößern oder verkleinern. Je nach Größe reflektieren die Zellen das Licht anders. So entsteht das Farbenspiel, das dem Tier eine gute Tarnung und Kommunikation erlaubt und es vor Feinden schützt. Das ganze ist also nichts als eine Überlebensstrategie. Dabei rollt das Chamäleon auf abenteuerliche Weise mit den Augen, um die Umgebung sowohl nach Beute als auch nach Feinden abzusuchen.

Um Beute auszumachen ist das Tier in der Lage, die Augen unabhängig voneinander zu bewegen. Sein Insektenfutter fängt es ein, indem es seine Zunge blitzschnell aus dem Maul schießen lässt. Das Beutetier bleibt an der klebrigen Zungenspitze haften. Mit Flüssigkeit versorgt sich das Chamäleon, indem es Tropfen von Blättern ableckt. Deshalb sollten die Terrarienpflanzen täglich mit frischem Wasser übersprüht werden.

Das Chamäleon ist alles andere als ein Temperamentsbündel und liebt Störungen überhaupt nicht. Als Ruhe- und Schlafplätzchen braucht es waagerecht verlaufende Äste oder Pflanzen mit stabilen Blättern wie z.B. der Gummibaum. Ein Chamäleon sollte stets sehr vorsichtig von seinem Sitzplatz genommen werden, um die festgeklammerten Körperteile wie Füße oder Greifschwanz nicht zu verletzen.

Dem hohe Vitamin- und Mineralstoffbedarf der Chamäleons ist auf jeden Fall Sorge zu tragen. Jedes Futterinsekt sollte mit einem hochwertigen Vitamin- und Mineralstoffpräparat vor dem Verfüttern eingestäubt werden.

Vogelspinne bei ZOO & Co. Aquatop Würselen

Vogelspinne

Für eine Vogelspinne gilt das gleiche wie für nahezu alle Terrarientiere. Es empfiehlt sich, dass man sich anhand entsprechender Fachliteratur ausreichend kundig macht, ehe man sich ein solches Tier zulegt.

Wer sich für eine Vogelspinne entscheidet, der gewinnt einen langlebigen Hausgenossen. Weibchen können 10-20 Jahre alt werden. Die meisten der haarigen Krabbeltiere lieben es recht warm bei Temperaturen zwischen 24 und 30 Grad bei einer Luftfeuchtigkeit von 70 %. Insekten bilden die Hauptnahrung der Spinne, größere Exemplare machen sich auch gern über eine Maus her. Am Eingang ihrer Wohnhöhle oder in ihrem Netz lauern sie auf Beute. Die Meisten machen sich in der Dämmerung auf Futtersuche. Ihr Opfer macht Bekanntschaft mit ihren Mundwerkzeugen, die ihm Gift injizieren. Für den Menschen ist die Wirkung des Giftes relativ ungefährlich und nicht stärker als ein Bienenstich. Allergiker könnten jedoch in Gefahr geraten. Mithilfe von Enzymen verflüssigt die Spinne ihre Nahrung außerhalb ihres Körpers und saugt sie auf.

 

Pfeilgiftfrosch bei ZOO & Co. Aquatop Würselen

Pfeilgiftfrösche

Diese hübschen Amphibien leben in den Regenwälder Südamerikas. Der Dschungel mit seinem feuchten Treibhausklima ist die optimale Umgebung für die kletterfreudigen Frösche. Die Haltung im Terrarium ist anspruchsvoll, da die Tiere eine konstant hohe Luftfeuchtigkeit benötigen. Die wasserdurchlässige Haut trocknet sehr schnell aus, was zum Tod der Tiere führt.

Pfeilgiftfrösche oder auch Baum- bzw. Blattsteigerfrösche leben teilweise ganzjährig in den Baumwipfeln der Urwaldbäume. Sie haben speziell entwickelte Extremitäten. Einige Arten legen Ihre Eier in mit Wasser gefüllte Baumlöcher oder Bromeliengewächsen ab.

Die Haut der Tiere enthält ein Gift, das sie vor den meisten Fressfeinden schützt. Allerdings verlieren die Nachzuchten im Terrarium ab ca. der 3. Generation ihre Toxidität.

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