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Seepferdchen im Portrait

Seepferdchen (Hippocampus) sind sehr ausgefallene Aquarienbewohner. Der Kopf erinnert an ein Pferd, woher sie ihren Namen haben. Hippocampus bedeutet Pferderaupe. Seepferdchen gehören zur Familie der Seenadeln. Sie leben hauptsächlich in Neuseeland und Australien.

Eine Besonderheit dieser faszinierenden Tiere ist, dass die Männchen trächtig werden. Die Weibchen produzieren die Eier, übergeben sie beim Paarungsakt allerdings an die Männchen. In der Bauchtasche werden die Eier dann befruchtet und ausgetragen. Nach etwa 10-12 Tagen Tragezeit, gebährt das Männchen die Jungfische.

Seepferdchen gehören zu den stark gefährdeten Arten, weshalb besonders wichtig ist, auf die Herkunft gekaufter Tiere zu achten und Wert auf eine artgerechte Nachzucht zu legen. Leider werden die Tiere immer noch gejagt und als Souvenir in verschiedenen Ländern angeboten.

Wussten Sie, dass Seepferdchen Fische sind?

Seepferdchen (Gattung der Hippocampinae) leben in der Natur paarweise. Man findet sie gut geschützt in Seegraswiesen. Beim Futterverhalten sind Männchen und Weibchen sehr unterschiedlich. Das Männchen begnügt sich mit einem Radius von etwa einem Quadratmeter, wohingegen das Weibchen auch schonmal im Umkreis von 100 qm auf die Jagd geht.

Es wurden bisher etwa 33 Seepferdchenarten zwischen 1 und 30 cm entdeckt. Sie kommen in den Gewässern von Indonesien, Brasilien und den Philippinen vor. Es gibt aber auch Arten, die im Mittelmeer zuhause sind und sogar in der Nordsee gesichtet wurden.

Seepferdchen leben monogam. Ungewöhnlich ist, dass bei den Seepferdchen die Männchen die Jungen zur Welt bringen und auch die Brutpflege übernehmen. Das Weibchen legt seine Eier in die Brusttasche des Männchens ab. Nach der Befruchtung entwickeln sich Larven. Direkt nach der Geburt sind die jungen Seepferdchen auf sich alleine gestellt. Durchschnittlich überlebt eins von 1000 Jungtieren, weshalb sich die Eltern direkt nach der Geburt wieder paaren und die nächste Generation Seepferdchen zeugt.

Seepferdchen können die Farbe wechseln und sich der Umgebung anpassen. Außerdem verfügen Sie häufig über zusätzliche Tarnmöglichkeiten wie Hautauswüchse, die wie Algen oder Korallen aussehen.

Seepferdchen haben eine Rücken- und zwei Kopfflossen, mit denen sie sich vorwärtsbewegen können. Die Haut besteht nicht aus Schuppen, sondern aus aus Knochenplatten, der wie ein Hautpanzer funktioniert.

Seepferdchen ernähren sich von Planton, kleinen Krebsen und Fischen.

Becken und Technik – das brauchen Seepferdchen

Seepferdchen sind für Anfänger in der Meerwasser-Aquaristik perfekt geeignet. Sie benötigen eine minimale Technik. Natürlich müssen Sie die Technik anpassen, wenn Sie neben Seepferdchen auch noch andere Fische halten möchten. Es gibt viele Fische und Wirbellose, die sich mit Seepferdchen halten lassen.

Das Aquarium sollte mindestens 100 Liter beinhalten. Es gilt: Je Größer das Becken, desto stabiler das Ökosystem. Seepferdchen sind lichtscheu und mögen es nicht ganz so hell. Wir beraten Sie gerne, damit Sie die richtige Beleuchtung für Ihr Aquarium finden.

Die Strömung sollte das acht- bis zehnfache des Beckenvolumens pro Stunde betragen, damit Schweb- und Abfallstoffe gefiltert werden können.

Welche Technik Sie genau benötigen, erklären Ihnen unsere geschulten Mitarbeiter gerne in unserer großen Meerwasserabteilung. Dort können Sie die entsprechenden Geräte auch direkt im Einsatz sehen und sich Anregungen für Ihr eigenes Aquarium holen.

Beckeneinrichtung und Einfahrphase

Nachdem das Becken aufgestellt und die Technik installiert wurde, kann mit dem Befüllen begonnen werden.

Verwenden Sie dafür Osmosewasser. Auf einen Liter Wasser kommen 33-34 g Meersalz. Prüfen Sie den Salzgehalt mit einem Areometer. Die Temperatur sollte 23-25°C betragen. Füllen Sie das Becken zur Hälfte mit Wasser. Dann können Sie die Steine hinzugeben und an den gewünschten Stellen positionieren. Es sollten mindestens 20 % lebende Steine sein. Lebende Steine sind aus der Natur entnommene Steine, die verschiedene Tiere wie Krabben, Seesterne, Würmer etc. enthalten. Die enthaltenen Bakterien sorgen für ein gut funktionierendes Ökosystem.

Nach den Steinen folgt der Bodengrund. Befüllen Sie das Becken etwa 10 cm mit feinkörnigem Korallensand. Schalten Sie anschließend Pumpen und Abschäumer ein. Lassen Sie das Aquarium nun 7 Tage laufen. Sie können auch die Beleuchtung schon 8-10 Stunden am Tag einschalten.

Nach der Einlaufzeit werden Sie womöglich die ersten unerwünschten Algen wie Schmier- Kiesel- und Fadenalgen finden. Setzen Sie als erstes Einsiedlerkrebse und Schnecken ein. Nach etwa 4 Wochen stabilisieren sich die Wasserwerte. Messen Sie die Wasserwerte regelmäßig. Sind keine giftigen Nitrit- und Ammoniakwerte messbar, können nach einem 10% Wasserwechsel die ersten unempfindlichen Wirbellosen eingebracht werden, z.B. Lederkorallen, Scheiben- und Krustenanemonen.

Läuft das Aquarium weiterhin stabil, können auch die ersten Seepferdchen eingesetzt werden. Am besten enzeln und unter guter Beobachtung.

Es kann bis zu 6 Monaten dauern, bis Ihr Meerwasseraquarium komplett eingerichtet ist. Dies erfordert ein wenig Geduld, es lohnt sich aber!

Vergesellschaftung

Wichtig für jedes Seepferdchenaquarium sind Algen, z.B. Caulerpa. Sie absorbieren das giftige Nitrat. Anemonen und Steinkorallen benötigen viel Licht und eignen sich deshalb nicht für ein Seepferdchenbecken. Anemonen sind außerdem wegen Ihrer Nesseln lebensgefährlich für Seepferdchen.

Passende Fische sind z.B. Seenadeln, Grundeln, Schaukelfische, kleinere Kugelfischarten, Leierfische oder algenfressende Seesterne, Seeigel und kleinere Garnelenarten. Wir helfen Ihnen bei der Auswahl Ihrer Tiere gerne weiter!

Fütterung

Füttern Sie Ihre Seepferdchen mehrmals täglich mit Frostfutter oder Lebendfutter (Mysis, Artemia oder Krill). Seepferdchen kann man sehr gut an eine Futterpipette gewöhnen. So wird die Fütterung zum spannenden Erlebnis.

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