Katzenpflege leicht gemacht

Spieglein, Spieglein an der Wand – wer ist die Schönste im Katzenland?

Extrapflege für die Katze – muss das eigentlich sein? Die Tiere gelten allgemein als der Inbegriff von Sauberkeit. Jeder, der eine Katze über einen längeren Zeitraum beobachtet hat, sieht sie immer wieder beim Putzen ihres Fells mithilfe von Zunge und Pfoten. Dennoch braucht auch die sauberste Katze in einigen Punkten Unterstützung.

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Fellpflege, Zahnpflege, Ungezieferschutz und Beruhigung für Katzen

Wer seine Katze regelmäßig bürstet, der schafft ein Gutteil haariger Probleme aus der Welt. Vor allem zu den Zeiten des Fellwechsels (im Frühjahr und im Herbst) fängt die Katzenbürste oder der Katzenkamm manches Haar auf, das du ansonsten auf Sofa und Teppich wiederfindest. Darüber hinaus tut eine Bürstenmassage der Katze gut und fördert die Durchblutung der Haut.

Haut- und Fellpflege sollte bereits vom Welpenalter an geübt werden. So gewöhnt sich die Katze schnell an die regelmäßigen „Streicheleinheiten“. Bei Kurzhaarkatzen reicht es, wenn sie 1-2 Mal in der Woche gekämmt werden.

Fellpflege bei Langhaarkatzen

Besonders Langhaarkatzen sind wegen ihres anspruchsvollen Haarkleides auf die Fellpflege durch ihren Halter angewiesen. Langhaarige Katzen sollten möglichst täglich gebürstet werden. Dabei sind besonders die Haare am Unterbauch, Achseln und Innenschenkel zu beachten, da diese Stellen häufig zum Verfilzen neigen. Mit einem Katzenkamm das Fell zu entfilzen und das Filz auszubürsten ist keinesfalls eine gute Idee. Abschneiden ist für das Tier schmerzlos und die Haare können nachwachsen. Überhaupt solltest du darauf achten, die Katze nicht zu lange mit der Bürste zu traktieren.

Bürsten zur Katzenfellpflege

Das elektrische Aufladen des Fells lässt sich durch die richtige Bürstenwahl vermeiden. Katzenbürsten mit Mischborsten aus Perlon- und Naturborsten verhindern das „Fliegen“ elektrisch aufgeladener Katzenhaare. Gut sind auch grobzinkige Metallkämme. Hier ist der FURminator der Beste seiner Art und vermeidet das Haaren um bis zu 90%. Er ist in verschiedenen Ausführungen erhältlich und für jeden Felltyp gibt es das richtige Werkzeug. Sollte deine Katze einmal mit einem Flohbefall zu kämpfen haben, gibt es auch hier gezielte Katzenbürsten und Flohkämme, um die Parasiten zu entfernen.

Das Katzenbad

Ab und zu ist es nötig, dass eine Katze gebadet werden muss, wenn sie sich zum Beispiel im Schmutz gewälzt hat. Allerdings sollten Katzen nicht regelmäßig gebadet werden, da sonst das natürliche Gleichgewicht von Ölen gestört wird, die für die Haut und das Fell der Katze verantwortlich sind. Wichtig ist, dass ein geeignetes Shampoo für die Katze benutzt wird und kein herkömmliches Produkt für den Menschen. Die meisten Katzenshampoos sind darauf ausgerichtet, dass es nicht in Augen oder Ohren Reizungen hervorruft. Allerdings sollte es trotzdem nicht in die empfindlichen Sinnesorgane laufen. Du willst ja auch kein Shampoo in deine Augen bekommen.

Katzen haben oft Angst vor der großen Badewanne und den Duschaufsätzen. Alternativ kann hier das Waschbecken oder eine kleine Waschwanne benutzt werden, um der Katze die Panik zu nehmen. Türen und Fenster sollten aus Sicherheit geschlossen bleiben, damit der Stubentiger in der Panik nicht aus Versehen wegläuft.

Nach dem Auswaschen des Shampoos solltest du das nasse Fell mit einem trockenen Handtuch langsam abtrocknen. In den meisten Fällen haben Katzen Angst vor einem Haartrockner. Wenn nicht, kann das Fell sogar trocken geföhnt werden. Nach der Katzenwäsche wird sich die Katze selbst putzen, um ihr Fell wieder so in Ordnung zu bringen, wie sie es am liebsten hat.

Katzenzahnpflege

Auch das Raubtiergebiss braucht Pflege. Dazu gibt es spezielle Zahnbürsten und Zahncremes. Keinesfalls menschliche Zahnpasta verwenden. Sowohl das darin enthaltene Fluor wie auch die ätherischen Öle sind unverträglich oder sogar gesundheitsschädlich für die Katze.

Nicht alle Katzen lassen sich problemlos die Zähne putzen und bevor du unliebsame Bekanntschaft mit den Krallen deines geliebten Mitbewohners machst, gibt es andere Tricks, um die Zähne zu reinigen. Durch spezielle Katzensnacks, die ein langes Kauen erfordern, wird der Reinigungsprozess unterstützt. Dass alles ersetzt jedoch nicht die regelmäßige Kontrolle der Zähne durch den Tierarzt.

Augen- und Ohrenpflege bei Katzen

Wenn sich bei deiner Katze Verkrustungen in den Augenwinkeln bilden, können diese mit einem Wattebausch und spezieller Augenlotion entfernt werden. Durch vorsichtiges Auswischen von außen nach innen zur Nase hin, werden Dreck und Verkrustungen sicher entfernt.

Rötungen in Katzenohren sowie häufiges Kratzen und schnelle Kopfbewegungen können darauf hindeuten, dass deine Katze von Ohrmilben befallen ist. Daher sollte die äußere Ohrmuschel regelmäßig mit einem feuchten Wattebausch gereinigt und kontrolliert werden. Um eine folgenschwere Ohrenentzündung zu verhindern, sollte hier ein Tierarzt eingreifen.

Ungezierferschutz

Flöhe, Zecken, Haarlinge und Ohrmilben heißen die Plagegeister, die eine Katze mit Vorliebe heimsuchen. Deshalb macht es Sinn, das Fell regelmäßig nach Zecken und Flöhen durchzusuchen. Mit Spezial-Shampoos, Puder und der Einnahme diverser Medikamente lassen sie sich vertreiben. Dabei sollten auch die Lieblingsplätze und Spielzeuge der Tiere mit Zeckenschutz oder Flohschutz behandelt werden. Durch Flohhalsbänder und die Verabreichung von Flohmitteln kann der Halter hier vorbeugen. Am besten lässt du dich vom Tierarzt beraten.

Katzen und Hunde sind häufig mit verschiedenen Band- und Fadenwürmern befallen. Hierbei ist es ratsam, die Tiere schon kurz nach der Geburt zu entwurmen. Eine Entwurmung bei einer Katze kann daher folglich aussehen: alle 3 Wochen nach der Geburt bis 3 Wochen nach dem Absetzen. Spreche mit deinem Tierarzt, um dich hierzu beraten zu lassen.

Beruhigung für Katzen

An lauten Tagen, wie Silvester oder bei starken Unwettern, stehen Katzen durch den Lärm unter Stress. Freigänger sollten auf jeden Fall an diesen Tagen im Haus gehalten werden, da Katzen durch laute Knaller oder Donnerschlägen schnell in Panik geraten können und weglaufen.

Ein Rückzugsort mit dem Katzenkörbchen oder der Katzendecke, Futter, Wasser und einem Katzenleckerli hilft oft schon sehr viel. Idealerweise in einem eigenen Raum, der abgedunkelt ist. Um die Katzen von dem Lärm abzulenken, eignet sich gut ruhige Musik.

Im Notfall gibt es auch Bachblüten für Katzen, die in Form von Tropfen im Trinkwasser den Katzen helfen, sich zu beruhigen. Bachblüten fallen unter natürliche Beruhigungsmittel für Katzen. Die Einnahme von unnatürlichen Medikamenten und Beruhigungsmittel sollte vorher unbedingt mit dem Tierarzt abgesprochen werden und nicht einfach verabreicht werden, da die Einnahme der Beruhigungsmittel Nebenwirkungen hervorrufen können.

Katzen kennzeichnen ihr Wohlbefinden mit bestimmten Geruchsstoffen, die in Drüsen im unteren Gesichtsbereich produziert werden – sogenannte Pheromone. Sie hinterlassen Pheromone durch das Reiben des Kinns an Oberflächen oder an uns Menschen. Die Katzen orientieren sich an diesen Pheromonen und fühlen sich bei der Wiedererkennung sofort wohl.

Fehlt diese Markierung, fühlen sich Katzen unwohl, wie bspw. bei dem Transport mit einer Transportbox oder einem Umzug in eine neue Umgebung.

FELIWAY bietet aus diesem Grund Produkte an, die eine Nachbildung des natürlichen Katzenpheromons darstellt und den gleichen Effekt auf Katzen haben, wie ihr eigens produziertes. FELIWAY Classic wird von Tierärzten empfohlen und ist die Nr. 1 Verhaltens-Marke in Tierarztpraxen weltweit. Auch wir bieten die FELIWAY Classic Produkte an. Komme uns in einer unserer Filialen besuchen und lasse dich beraten, welches Produkt für deine Katze geeignet ist.

Beruhigung vor dem Tierarzt

Nicht nur bei Lärm, sondern auch vor dem Tierarztbesuch geraten Katzen oft unter Stress, Angst und Panik. Beruhigungsmittel bei Katzen sollten aber nur dann angewendet werden, wenn es keine andere Möglichkeit gibt, den Stress zu vermeiden. Im Fall einer längeren Reise oder Transport sollte gründlich überlegt werden, ob sich diese Stresssituation nicht vermeiden lässt. Der Gang zum Tierarzt fällt jedoch nicht darunter und sollte auch in jedem Fall wahrgenommen werden.

Um den Besuch für Halter und Katze so angenehm wie möglich zu gestalten, haben wir ein paar Tipps für dich:

1. Als Halter solltest du Ruhe vermitteln und nicht nervös werden, auch wenn die Fahrt zum Tierarzt oft mit viel Katzengejammer verbunden ist. Nervosität überträgt sich auf die Katze und verstärkt ihren Stresszustand.

2. Die Katze an die Transportbox oder an das Körbchen gewöhnen: Kleine Spazierfahrten mit der Transportbox und häufigere Präsenz vermitteln der Katze eine positive Assoziation und nicht nur der negative Besuch beim Tierarzt. Einfach die Box oder das Körbchen mit der Lieblingsdecke und Leckerli in den Raum stellen. So verbindet die Katze etwas Positives damit.

3. Trockenübungen für zu Hause: Das unangenehme Abtasten der Ohren, Pfoten und Krallen kann schon zu Hause geübt werden. So lernt die Katze diese ungewohnten Berührungen kennen.


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