Vielfalt Aquarienbodengrund

Genial! So wählst Du den richtigen Aquarienbodengrund

Der Aquarienbodengrund sollte passend für die Ansprüche der Fische, Pflanzen und letztlich auch für die Wasserwerte fördernd sein. Bevor Du den Aquarienbodengrund auswählst, solltest Du klären, was in das Aquarium reinkommen soll, ob bestimmte Wasserpflanzen gesetzt werden sollen oder ob es sich einfach um ein schönes Becken handeln soll. Danach kann der Aquarienbodengrund optimal auf die jeweiligen Bedürfnisse ausgesucht werden.

Experten erklären: Das ist der Unterschied

Als Basis für den Aquarienbodengrund können Kies oder kalkfreier Sand gewählt werden. Zwischen den beiden Varianten solltest Du den Aquarienbodengrund wählen. Bitte verzichte auf Gartenerde, Blumenerde, Torf, Kompost, Blähton und kalkhaltigen Korallensand als Aquarienbodengrund. Diese Substrate sind ungeeignet, da sie zu viele organische Bestandteile enthalten, die nicht in ein Aquarium gehören. Denn die Bestandteile fördern ein schnelles und hohes Bakterienwachstum. Neben den Bakterien würden sich durch diese Substrate auch Algen rasant ausbreiten. Manche dieser Substrate, wie zum Beispiel Blähton, kann in seiner Wirkung im Aquarium nicht eingeschätzt werden. Manche Becken kommen mit einem Blähton als Aquarienbodengrund zurecht. Doch oftmals kommt es zu einem überdimensionierten Algenwachstum, wobei oft auch Blaualgen entstehen. Kalkhaltiger Boden ist giftig für Pflanzen und sollte nicht verwendet werden.

Der richtige Aquarienbodengrund | Aquatop - Zoofachmarkt für die Aquaristik (der-richtige-aquarienbodengrund-aquatop-zoofachmarkt-aquaristik.jpg)

Kies oder doch Sand?

Für den Aquarienbodengrund solltest Du auf Kies und Sand zurückgreifen. Doch worin besteht der Unterschied? Dieser liegt in der Korngröße der beiden Substrate. Bei Sand haben die einzelnen Körner einen Durchmesser von 0,063 bis 2 mm. Werte, die darüber liegen bedeuten, dass es Kies ist. Alles, was darunter liegt ist feiner Sand. Hierzu gehört beispielsweise Wüstensand. Feiner Sand ist für übliche Aquarien ungeeignet. Durch das Wasser verdichtet sich feiner Sand zu einer harten Masse. Dieser Aquarienbodengrund lässt sauerstofffreie Zonen entstehen, Pflanzen wachsen nicht und es entwickeln sich giftige Schwefelverbindungen. Daher solltest Du Sand mit einer größeren Körnung oder Kies verwenden.



Natürlicher Aquarienbodengrund:

Der Aquarienbodengrund sollte ein natürlich entstandener Fluss-Sand sein. Wenn Sand oder Kies aus Flüssen stammen, wurden ihre Körnchen auf natürliche Weise abgerundet. Dies geschieht im Laufe der Zeit durch den Abrieb durch das Wasser. Verzichte auf Quarzsand, da dieser zu scharfkantig für die Bewohner ist. Er würde die Aquarienbewohner verletzten.

Sand ist wichtig für den Aquarienbodengrund. Viele Fische brauchen zumindest einen Teil des Bodens mit geeigneten Sand bedeckt. Allerdings fällt es Pflanzen im Sand schwer zu wachsen, da dieser meist dicht ist und wenig Wasserzirkulation ermöglicht. Daher ist eine Mischung aus Sand und Kies die beste Möglichkeit, um Fischen und Pflanzen einen guten Aquarienbodengrund zu bieten.

Aquarienbodengrund aus Kies:

Aquarienbodengrund mit einer Körnung von 2 mm bis 6 cm wird als Kies bezeichnet. Als universeller Aquarienbodengrund wird Kies in der Größe 3 bis 5 mm verwendet. Mit dieser Körnung ist der Aquarienbodengrund locker genug, damit der Mulm problemlos versickern und das Wasser zirkulieren kann. Zugleich ist die Körnung gut geeignet, damit Pflanzen darin verwurzeln und wachsen können. Kies ist bei dieser Körnung von Natur aus lehmhaltig. Daher kann sich beim ersten Befüllen das Wasser zunächst etwas trüben. Doch keine Sorge, die Trübung legt sich bald. Vor allem ist der Lehmanteil gut für das Pflanzenwachstum und wirkt als Filter für Nährstoffe. Solltest Du allerdings Fische pflegen wollen, die gerne wühlen, dann solltest Du den Kies vorher gut ausspülen. So entfernst Du den Lehm und verhinderst, dass sich das Wasser bei jedem Wühlen der Fische trübt.



Den Aquarienbodengrund aufbauen | Aquatop - Zoofachmarkt für die Auqaristik (aquarienbodengrund-aufbauen-aquatop-zoofachmarkt-aquaristik.jpg)

Wie Du den Bodengrund ideal schichtest

Damit der Aquarienbodengrund allen Aquarienbewohnern und der Bepflanzung gerecht wird, empfiehlt sich folgender Aufbau: Im Vordergrund des Aquariums wird höchstens ein Viertel der kompletten Bodenfläche mit Sand bedeckt. Dieser sollte sauber gewaschen sein und wird 2 bis 3 cm hoch eingefüllt. Als Grenze für den Sand können Steine verwendet werden. Diese sollten für das Aquarium geeignet und etwas größer sein. So entsteht eine Art Terrasse. Hinter diese Abgrenzung wird die restliche Bodenfläche mit zweierlei Kies befüllt. Die untere Kiesschicht besteht aus Kiesel mit einer Körnung zwischen 3 und 5 mm. Sie sollte 4 bis 5 cm hoch sein und aus ungewaschenem Kies bestehen. Anschließend kommt eine 2 bis 3 cm hohe Schicht gleichgroßer Kies darauf, der jedoch gewaschen ist.

Im vorderen Sandboden werden keine Pflanzen eingesetzt. Der Sand bleibt frei und kann von den Fischen zum Wühlen und Eingraben genutzt werden. Wer das zu trist findet, sollte auf Wurzeln, Steine, Mooskugeln, Anubias oder Javafarn zurückgreifen. Wichtig ist jedoch, dass die Fische ihre natürlichen Verhaltensweisen uneingeschränkt ausüben können.

Im Hintergrund kannst Du Dich gestalterisch austoben. Hier finden zahlreiche Wasserpflanzen Platz. Sie können in Größe und Textur variiert werden, sodass ein natürlicher Charakter entsteht. Wenn im vorderen Bereich ausreichend Schwimmraum gegeben ist, kann der Hintergrund ruhig in einen Dschungel verwandelt werden. Kleinere Fische verstecken sich zum Beispiel gerne in feinfiedrigen Pflanzen. Mit Schwimmpflanzen kannst Du die Lichtverhältnisse für lichtscheue Fische gut beeinflussen.

Geheimtipp: So düngst Du optimal

Der Aquarienbodengrund muss den vorhandenen Wasserpflanzen auch die nötigen Nährstoffe geben. Das geschieht meistens durch das Wasser und das funktionierende System Aquarium. Doch manchmal braucht der Aquarienbodengrund eine gewisse Düngung für die Pflanzen. Es gibt speziellen Aquarienbodengrund mit Langzeitdünger. Hierbei sind die Nährstoffe im Boden eingeschlossen und werden mit der Zeit ausgegeben. Wer ein üppig bepflanztes Aquarium plant und Pflanzen wie Wasserähren, Wasserkelche, Schwertpflanzen oder Seerosen einsetzen will, der sollte direkt einen Aquarienbodengrund mit Langzeitdünger verwenden. Dieser Bodengrund würde unter die zweigeteilte Kiesschicht gefüllt, sodass der Dünger nur in der Pflanzzone vorhanden ist. Gedüngter Aquarienbodengrund ist speziell für die Verwendung im Aquarium konzipiert und ist bei richtiger Verwendung ungefährlich für die Aquarienbewohner.


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