Buntbarsch

Buntbarsch - starke Farben, einfache Haltung

Der Buntbarsch ist ein sehr facettenreicher Fisch. Denn zur Familie der Buntbarsche oder Cichliden gehören Barsche, Diskus und Skalar. Sie alle sind Buntbarsche und zeichnen sich durch ihre tollen Farben sowie Formen aus.

Buntbarsche gehören zu den Barschverwandten und sind die drittreichste Fischfamilie in Bezug auf Artenvielfalt. Der Buntbarsch fasziniert nicht nur durch seine Farben, sondern auch durch sein interessantes Brutverhalten. Viele Buntbarsche sind sogenannte Maulbrüter.

Es gibt zwei große Gruppen bei den Buntbarschen. Diese werden anhand ihres Verbreitungsgebiets aufgeteilt. Einerseits gibt es die südamerikanischen Buntbarsche und andererseits die afrikanischen Buntbarsche. Buntbarsche gibt es mit den unterschiedlichsten Körperlängen. In freier Wildbahn gibt es Arten von 3 bis zu 100 cm Körperlänge. In der Aquaristik sind diese großen Arten nicht vertreten. Für das heimische Aquarium eignen sich die kleineren Arten besser.

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Der Körper eines Buntbarschs wirkt wie ein langgezogenes Oval. Dabei ist der Körper seitlich abgeflacht. Diese Körperform weisen die meisten Buntbarsche auf. Doch es gibt auch Arten, die sich an den jeweiligen Lebensraum angepasst und anders entwickelt haben. So eine Anpassung hat beispielsweise der Diskus vollzogen. Wie sein Name bereits verrät, ist sein Körper scheiben- bzw. diskusförmig.

Der Buntbarsch ernährt sich vielseitig und artabhängig. Während die eine Gattung Buntbarsch nur Plankton frisst, bevorzugt die andere Gattung andere Fische als Nahrung. Trotz der kleinen Unterschiede gibt es ein Merkmal, dass jeder Buntbarsch aufweist: Seine Nasenlöcher. Es befindet sich jeweils ein Nasenloch auf jeder Kopfseite. Das unterscheidet sie von beinahe allen anderen Fischen.

Der Buntbarsch verfügt über eine einzige Rückenflosse. Diese Flosse unterteilt sich in einen weich- sowie hartstrahligen Bereich. Dort verfügt der Buntbarsch über 5 bis 30 weiche Stacheln und 7 bis 25 harte. An der Afterflosse hat der Buntbarsch oftmals zwei weitere Flossenstacheln sowie 4 bis 15 weiche Stacheln. Beim Buntbarsch wird die Seitenlinie unterbrochen, indem der vordere Part auf der oberen Körperregion entlangläuft und der hintere Teil verläuft auf der Körpermitte hin zum Schwanzwurzelstiel.

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Experten enthüllen: Das Sozialverhalten der Buntbarshe

Der Buntbarsch hat ein ausgeprägtes Sozialverhalten. Der männliche Buntbarsch ist sehr territorial. Das heißt, dass er sein Gebiet sehr dominant verteidigt. Wenn die Männchen ihr Revier gegen Artgenossen verteidigen, steigt ihr Sexualhormonspiegel stark an. Diese Hormonsteigerung weisen nicht nur die kämpfenden Barsche auf, sondern sogar die Artgenossen, die nur zuschauen. Dieses ausgeprägte territoriale und vor allem ruppige Verhalten führt bei anderen Fischarten zu Unwohlsein sowie Verkümmerung. Daher sollten Buntbarsche unter sich bleiben und nur mit ihren Artgenossen im Aquarium gehalten werden.

Der Buntbarsch ist nicht nur territorial, sondern weist auch ein intensives Brutpflegeverhalten aus. Die Fische sind entweder Maulbrüter oder Substratlaicher. Sie pflegen die Eier und Jungtiere aufopfernd. Die Elterntiere reagieren aggressiv auf andere Fische, wenn diese ihren Schützlingen zu nahe kommen. Neben den Elterntieren helfen oftmals auch die älteren Geschwister beim Beschützen der Brut. Dabei herrscht bei der Brutpflege eine Arbeitsteilung: Ein Elterntier passt auf die Kleinen auf, während das andere Elterntier die Reviergrenzen beschützt. Maulbrüter nehmen ihre Brut bei Gefahr sogar in ihrem Maul auf und bieten ihnen einen Unterschlupf. Zudem werden die Eier und Jungtiere durch die Fischeltern regelmäßig abgelutscht. Damit reinigen sie ihren Nachwuchs.

Trendsetter: Malawibuntbarsch

Ein beliebter Buntbarsch ist der Malawibuntbarsch. Er kommt nur im afrikanischen Malawisee vor. In freier Wildbahn wird dieser Buntbarsch zwischen 3 cm und 1 m groß. Jedoch beträgt die übliche Größe ca. 5 bis 25 cm. Wie andere Buntbarsche weist auch diese Art ein ausgeprägtes Sozialverhalten auf. Deshalb braucht dieser Buntbarsch viel Platz. Unter den Malawibuntbarschen gibt es kleinere Arten (Mbuna) und größere Arten (Utaka und große Mbuna). Für die kleineren Arten benötigst Du ein Aquarium mit den Mindestmaßen 120 x 50 x 50 cm (l x b x h). Bei größeren Arten müssen es mindestens 150 x 50 x 50 cm sein.

Das Wasser sollte einen pH-Wert von 7 haben. Das entspricht den Werten des Malawisees. Eine Wassertemperatur von 22 bis 30 Grad Celsius sollte gegeben sein. Am besten liegt die Temperatur zwischen 24 und 26 °C. Dann fühlt sich der quirlige Buntbarsch wohl.

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Der Bodengrund sollte für den Buntbarsch aus Sand bestehen. Eine 2 bis 3 cm dicke Schicht Sand mit einer Körnung von 0,5 bis 2 cm reicht aus. Einige der Malawi-Cichliden mögen es, im Boden zu graben und sich in Höhlen zu verstecken. Mit dieser Sandschicht können sich die Fische austoben. Nimm besser dunkleren Sand, um dem Buntbarsch das Anlegen von Laichgruben zu erleichtern.

Für die Bepflanzung sind Pflanzen geeignet, die sich an Steinen, Wurzeln und Co. befestigen lassen. Denn durch das Grabverhalten der Barsche würden die Pflanzen aus dem Sand gezogen werden. Als Dekorations- und Versteckmöglichkeiten kannst Du Lochsteine und Wurzeln nutzen. Empfehlenswert sind Moorkienwurzeln. Sie stammen aus dem Moor und sind mit Huminsäure natürlich imprägniert. Dadurch faulen sie nicht und geben keine schädlichen Stoffe an das Wasser ab.

Skalar, Diskus, Barsch – in unsere Barschabteilung findest Du sie alle. Unter ihnen sind sogar viele prämierte und seltene Tiere!




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