Der Guppy

Das Must-have im Aquarium: Guppy

Der Guppy (lat. Poecilia reticulata) gehört zu Klasse der Strahlenflosser und der Unterklasse der Neuflosser. Der Zahnkarpfen stammt aus Gewässern Südamerikas und kommt auch vor nahegelegenen Inseln der Karibik vor. Größere Populationen sind vor Nordbrasilien, Guyana und Venezuela zu beobachten. Bei dem Guppy handelt es sich um einen sogenannten Neozoon. Das heißt, dass er durch den Menschen in verschiedene Gewässer eingeführt wurde, um dort z.B. Moskitos zu bekämpfen. Deshalb ist der Guppy sowohl in tropischen, als auch in subtropischen Gebieten zu finden.

Der Guppy wird zwischen 3 und 5 cm groß. Die Weibchen dieser Süßwasserfische sind größer und runder als die männlichen Guppys. Das Geschlecht kann auch anhand ihrer Färbung unterschieden werden. Männliche Guppys sind sehr farbintensiv und Weibchen wirken vergleichsweise blass. Die männlichen Guppys sind schlanker und tragen vielfältigere Farben. Weibliche Guppys haben einen Trächtigkeitsfleck an ihrem Bauch. Wenn die Weibchen vier Wochen alt sind, ist dieser Fleck ausgebildet und Du kannst sehen, ob es sich um ein Weibchen handelt. Zudem haben weibliche Guppys eine fächerförmige Afterflosse. Männchen haben hingegen eine spitz bzw. stäbchenförmig zulaufende Afterflosse. Nach 3 Monaten ist der Guppy geschlechtsreif. Die Weibchen sind in der Lage, die Spermien in ihrem Bauch zu speichern und ausgebildete Eier erst zeitverzögert befruchten zu lassen. Im Aquarium haben die Fische eine Lebenserwartung von ca. 5 Jahren.

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Mehr als ein Guppy

Beim Guppy handelt es sich um eine Obergruppe. Diese umfasst verschiedene Arten von Guppys, die anhand ihrer Schwanzflosse unterschieden werden. Die Unterarten sollten nicht miteinander gekreuzt werden, da die Färbungen und Formen verloren gingen. Die Unterarten unterscheiden sich wiederum in Groß- und Kleinflosser. Zu den Großflosser gehören: Doppelschwert, Fahnenschwanz, Fächerschwanz, Leiterschwanz, Obenschwert, Triangelschwanz und Untenschwert. Die Kleinflosser umfassen Nadelschwanz, Spatenschwanz, Speerschwanz und Rundschwanz.

Profis verraten: So tickt der Guppy

Der Guppy ist für Anfänger der Aquaristik gut geeignet. Der Fisch ist recht anspruchslos, sehr robust und äußerst aktiv. Mit seiner Schwimmfreude bringt er richtig Leben in das Süßwasserbecken. Der Guppy ist tagaktiv und bevorzugt die mittleren sowie oberen Regionen im Aquarium. Auf dem Boden ist der Guppy nur mal bei der Fütterung oder nachts zu sehen.

Guppys mögen freischwimmende Pflanzen und Gestrüpp. Es gibt ihnen die Möglichkeit, sich dort zu verstecken und ihre Jungtiere zu gebären. Generell sind Pflanzen für den Guppy wichtig, da er sich auch nachts ins Dickicht zurückzieht.

Das Balzverhalten der Guppys bringt noch mehr Aktivität ins Aquarium. Die Männchen umgarnen die Weibchen, schwimmen schnell an ihnen vorbei und positionieren sich vor ihnen. In einer S-Form verharren sie vor dem Weibchen. Dann schwimmen sie unter sie und versuchen sie zu begatten. Solche Manöver führen häufig nicht zum gewünschten Erfolg. Interessierte Weibchen schwimmen langsamer und bleiben sogar stehen. Nur dann gelingt die Kopulation. Ein Guppy kann in einem Monat 20 bis 100 Jungen bekommen.

Da der Guppy ein sehr aktiver Fisch ist, fällt es leicht auf, wenn mal etwas nicht stimmt. Wenn ein Guppy sich anders verhält, als üblich, dann solltest Du handeln. Wir helfen Dir gerne dabei herauszufinden, was Deinem Fisch fehlt.

Wie Du das perfekte Aquarium findest

Der Guppy ist ein Schwarmfisch. Daher muss das Aquarium für einen Schwarm Guppys geeignet sein. Ein Aquarium mit 54 Litern Fassungsvolumen und einer Kantenlänge von 60 cm gilt als Minimum. Wer züchten möchte, eine tolle Kulisse einbauen oder den Fischen generell etwas Gutes tun will, der sollte ein größeres Aquarium wählen. Die Wassertemperatur sollte auf 24 bis 27 °C eingestellt sein. Kombiniere dazu einen pH-Wert von 6 bis 7,5. Sorge dafür, dass das Wasser klar ist. Pro Monat sollte das Wasser ein bis zwei Mal gewechselt werden. Die Häufigkeit des Wasserwechsels richtet sich nach der Größe des Aquariums. In großen Becken muss das Wasser seltener gewechselt werden. Beim Wasserwechsel sollten die Ablagerung am Boden direkt entfernt werden. Um Dir die Arbeit zu erleichtern und dem Guppy ein angenehmes Zuhause zu bieten, sollten zwei Filter verwendet werden. In ihnen bilden sich Bakterien, die den Fischkot neutralisieren. Zudem können die Filter abwechselnd gereinigt werden, ohne dass das Aquarium filterlos bleibt und gleichzeitig bleiben auch immer einige der nützlichen Bakterien vorhanden. Neben dem Filter benötigst Du auch eine gewisse Strömung. Diese mag der Guppy sehr gerne. Da der Guppy eine dichte Bepflanzung mag, ist eine UV-Strahlung nötig.

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Geheimtipp: Mehrmals am Tag füttern

Für den Guppy gibt es spezielle Futtermittel. Ausgewachsene Guppys nehmen gerne Flockenfutter an und sind sehr unkompliziert in ihrer Ernährung. Als willkommene Abwechslung werden Mikrowürmer und zerhacktes Rinderherz gesehen. Auch zerteilter und gekochter Salat ist beliebt. Zusätzlich kannst Du Moskitolarven, Salinenkrebse, Erd- und Blutwürmer sowie enthülste Erbsen als schmackhafte Snacks verwenden. Jungtiere sollten separat gefüttert werden. Ihre kleinen Münder können nur kleine Mengen Futter aufnehmen. Für sie ist ein Diätfutter ideal.

Auf den meisten Futtermitteln steht eine Fütterungsempfehlung. Allerdings ist diese meistens im Interesse der Hersteller konzipiert. Bei ausgewachsenen Guppys reicht es nämlich aus, sie vier bis fünf Mal in der Woche zu füttern anstatt zwei Mal täglich. Wenn Dir das zu wenig erscheint, kannst Du auch zwei Mal täglich füttern, aber bitte nur eine Prise. Ansonsten wird das Wasser schnell durch das viele Futter verunreinigt. Jungtiere werden allerdings tatsächlich öfter gefüttert.




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