Doktorfisch

Großartig: Der Doktor unter den Fischen

Der Doktorfisch (lat. Acanthuridae) ist im Meerwasseraquarium sehr beliebt. Vor allem der Gelbe Doktorfisch (Zebrasoma flavescens) und der Paletten Doktorfisch (Paracanthurus hepatus) sind weit in der heimischen Aquaristik verbreitet. Mit einer Endgröße von bis zu 40 cm sind sie wahre Riesen im Meerwasseraquarium. Deshalb sollte das Aquarium je nach Art mindestens 500 bis 2.000 Liter fassen.

Den Name verdankt der Doktorfisch seiner Schwanzflosse. Dort befinden sich kleine Klingen, die er zur Verteidung abspreizen und als Waffe nutzen kann. Diese „Skalpelle“ machen ihn zum Doktor. Die tagaktiven Fische leben nur in den tropischen Meeren. Es gibt 90 verschiedene Arten des Doktors, die sich in 6 Gattungen aufteilen. Der Doktorfisch ernährt sich von Algen und das den ganzen Tag. Denn Algen haben einen sehr geringen Energiehaushalt, wodurch der Doktorfisch immer weiter essen muss. Deshalb gehört der Doktorfisch zu den Dauerfressern.

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Wunderschön! Gelber Doktorfisch

Zebrasoma flavescens ist der Gelbe Doktorfisch oder auch Hawaii Doktorfisch. Diese Art überzeugt durch ihr leuchtendes Aussehen. Die gelbe Färbung ist auf dem gesamten Körper des Fischs zu finden. Sobald es Nacht wird, wird das Gelb blasser und von einem Braunton samt weißem Streifen in der Körpermitte ersetzt. Wenn der Tag einbricht und das Licht zurückkehrt, wandelt sich der Doktorfisch wieder in die gelbe Variante.

Der Gelbe Doktorfisch wird 20 cm groß, wobei diese Größe oftmals nur die männlichen Doktoren erreichen. Die Weibchen bleiben etwas kleiner. Durch diese Größe ist es möglich, den Doktorfisch in einem Aquarium ab einem Mindestvolumen von 500 Litern zu halten. Doch denkt daran: Mehr Platz ist immer artgerechter! In solch ein Becken sollte nur ein einzelner Doktorfisch gehalten werden, da er aggressiv auf Artgenossen reagiert. Eine Gruppenhaltung ist erst ab mindestens 2.000 Liter Volumen möglich.

Der Doktorfisch lebt im indischen Ozean und Pazifik bei einer Wassertemperatur von 23 – 27 °C. Zwischen Japan und Hawaii hast Du gute Chancen, den Doktorfisch in freier Wildbahn zu sehen. Dort ist der Gelbe Doktorfisch in Korallenriffen mit einer Tiefe von 2 bis 46 Metern zu finden. Dabei kommt er bevorzugt an Stellen vor, die nur wenig Störmung und Wellengang aufweisen. In seiner natürlichen Lebensweise kommt der Doktorfisch alleine, mit einem Partner und auch in losen Gruppen vor. Als Jungtier lebt der Doktorfisch alleine und sucht zwischen den Korallen Schutz vor Fressfeinden.

Der Zebrasoma flavescens ist ein aktives Lebewesen und sehr schwimmfreudig. Daher sollte das Aquarium eine Kantenlänge von mindestens 150 cm aufweisen. Bei zu geringer Kantenlänge kann dem natürlichen Schwimm-Drang nicht nachgegangen werden. Falls das Aquarium nicht für eine Gruppenhaltung der Doktoren geeignet ist (< 2.000 Liter) muss der Gelbe Doktorfisch trotzdem nicht der einzige Bewohner bleiben. Denn gegenüber Wirbellosen und anderen Fischen ist er gut verträglich. Allerdings sollten die anderen Fische kein aggressives Potenzial besitzen. Bei guter Pflege kann der Doktorfisch bis zu 20 Jahre alt werden. Durch seine robuste Art ist der Gelbe Doktorfisch auch für Anfänger geeignet.

Zwar ist der Gelbe Doktorfisch ein Pflanzenfresser, doch im Aquarium bekommt er zwischendurch auch fleischige Beilagen. Zur Fütterung eignen sich neben Algen auch Salat und Spirulina sowie Artemia, Krill und Mysis.

Eine Besonderheit des Gelben Doktorfischs sind seine Augen. Denn ihre Färbung verrät seine Stimmung. Wenn das Auge des Fischs hell gefärbt ist, ist alles in Ordnung. Sollte der Doktorfisch aggressiv sein bzw. etwas nicht stimmen, wird sein Auge dunkler. Diese Veränderung ist deutlich sichtbar, da sich die Farbe des Auges sehr von der Körperfarbe abhebt.

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Paletten Doktorfisch - Doktor der anderen Dimension

Der Paletten Doktorfisch ist ein besonderer Doktorfisch. Denn er ist die einzige Art der Paracanthurus, die zur Familie der Doktoren gehört. Mit seinen bis zu 40 cm Körperlänge ist er für Aquarien ab 2.000 Liter und mehr geeignet. Zudem sollten sich nur erfahrene Meerwasseraquarianer an die Haltung dieser farbenprächtigen Tiere wagen.

Der Paletten Doktorfisch stammt aus Südostasien und bewohnt dort in einer Tiefe von 2 bis 40 Metern die Korallenriffe. Durch sein natürliches Vorkommen benötigt der Doktorfisch eine Wassertemperatur von 23 bis 26 °C.

Dieser Doktorfisch ist wie seine Artgenossen auch, ein freudiger Schwimmer. Er gehört zu den Dauerschwimmern und Dauerfressern. Allerdings beschränkt sich der Paletten Doktorfisch nicht nur auf Algen, sondern er fällt leidenschaftlich über Plankton her und frisst auch verschiedene Krebstierchen sowie Phytoplankton.

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Sein Aussehen ist besonders faszinierend. Neben der schmalen und hochrückigen Figur, weist der Doktorfisch auch einen kleinen endständigen Mund auf. Seine Schuppen sind ebenfalls klein. Die Rückenflosse des Doktors ist langgestreckt sowie hartstralig. Seine Färbung ist wirklich schön. Sein leuchtendes Dunkelblau wird mit Schattierungen in Schwarz und gelben Akzenten an den Flossen ergänzt. Weibchen und Männchen der Paletten Doktorfische sind gleich gefärbt. Nur in der Balzzeit sind farbliche Unterschiede erkennbar. Die Geschlechter lassen sich durch die Körpergröße unterscheiden, da die Männchen meist größer sind als die weiblichen Tiere.

Der Paletten Doktorfisch kann bei einem entsprechend großen Aquarium gut mit Artgenossen vergesellschaftet werden. So ist es möglich eine kleine Gruppe der beeindruckenden Fische zu halten. Bei der Haltung ist darauf zu achten, dem Fisch sauberes Wasser mit wenig Strömung zu bieten. Der Doktorfisch mag es hell und benötigt viel Licht.

Der Paletten Doktorfisch kann, wie auch der Gelbe Doktorfisch, noch nicht im Aquarium nachgezüchtet werden. Zwar gibt es einzelne Fälle, in denen es gelingt, doch das ist die Ausnahme. Dabei sind die Jungtiere ebenso interessant zu beobachten, wie es bei den adulten Tieren der Fall ist. Die Jungen der Paletten Doktorfische sind z.B. rund, schuppenlos und durchsichtig. Diese Larven wurden lange für eine eigene Art gehalten. Sie haben auffällige, stachelige Bauchflossen. Dazu kommen eine verlängerte After- und Rückenflosse. Dieses Stadium dauert zwei Jahre an, bis sie sich zu ausgewachsenen Doktorfischen entwickelt haben.




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