Schwimmfreudige Lippfisch

Lippfische - fabelhafte Meereswesen
Das i-Tüpfelchen für Deine Rifflandschaft

Lippfische (Labridae) gehören einfach zur Meerwasseraquaristik dazu. Denn Lippfische sind eine sehr artenreiche Gruppe. Mit 65 Gattungen und 500 Arten bilden sie die zweitgrößte Art in der Familie der Fische. Sie gibt es in den unterschiedlichsten Formen, Farben und Größen. Unabhängig von der Art, haben sie alle ein gleiches Merkmal: ihre Lippen. Diese sind sichtbar ausgeprägt und sind Namensgeber für die Lippfische. Besonders beliebte Lippfische sind der Gemeine Putzerlippfisch (Labroides dimidiatus) und der Sechsstreifen-Lippfisch (Pseudocheilinus hexataenia).

Der Lippfisch | Aquatop - Zoofachmarkt für die Meerwasseraquaristik (der-lippfisch-aquatop-zoofachmarkt-meerwasseraquaristik.jpg)
Ernährung der Lippfische | Aquatop - Zoofachmarkt für die Meerwasseraquaristik (ernaehrung-der-lippfische-aquatop-zoofachmarkt-meerwasseraquaristik.jpg)
Tagaktive Lippfische | Aquatop - Zoofachmarkt für die Meerwasseraquaristik (tagaktive-lippfische-aquatop-zoofachmarkt-meerwasseraquaristik.jpg)

Lippfische sind sogenannte Geschlechtswandler. Nachdem die Fische ihre Geschlechtsreife erreicht haben, sind sie größtenteils weiblich. Es gibt nur wenige Lippfische, die nach der Geschlechtsreife Männchen sind. Diese männlichen Tiere unterscheiden sich von den Weibchen in Farbe, Größe und Flossenform. Wenn das Männchen der Gruppe stirbt oder wegfällt, dann wird sich das ranghöchste Weibchen transformieren. Innerhalb weniger Monate entwickelt sich der weibliche Fisch zum Männchen.

Die Verhaltensweisen der tagaktiven Lippfische sind je nach Art verschieden. Es gibt Lippfische, die als Einzelgänger leben. Doch es gibt auch Arten, die ihr Leben in gemischten Gruppen verbringen. Dabei gibt es Gruppen, die ein Revier bilden und in einem richtigen Harem, bestehend aus mehreren Weibchen und einem Männchen leben. Doch es kommen auch Gruppen vor, die ohne ein Revier umherstreifen.

Für das Aquarium der Lippfische gilt, dass es genug Platz für einen gut strukturierten Riffaufbau bieten sollte. Daher sollte das Becken mindestens 500 Liter Volumen fassen. Diese Größe ist das absolute Minimum für klein bleibende Arten. Im Aquarium sollte das Riff als Rückzugs- und Versteckmöglichkeit für die Lippfische dienen. Gleichzeitig sollte weiterhin genug Platz zum Schwimmen bleiben. Mit einem großräumigen Aquarium kann sowohl der große Riffaufbau, als auch der Schwimmplatz realisiert werden. Zudem sollte ein tiefer Sandboden vorhanden sein. Lippfische graben sich zum Schlafen gerne ein und das geht nur mit genügend Sand. Das Wasser sollte eine Temperatur von 24 bis 27 °C aufweisen.

Eine Vergesellschaftung mit anderen Fischarten ist möglich. Allerdings nur, wenn die anderen Fische ein friedliches Wesen haben. Es kommt sogar zu Interaktionen zwischen den Lippfischen und den anderen Bewohnern. Dazu gehört zum Beispiel das Verhalten des Gemeinen Putzerlippfischs. Er setzt sich an andere Fische, Muscheln und weitere Lebewesen fest und „putzt“ diese. Bei Muscheln zupfen Lippfische am Mantelrand, weswegen auf Muscheln lieber verzichtet werden sollte. Auch stressanfällige Fische sollten nicht zu den Lippfischen gesetzt werden, da sie sich durch das aufdringliche Verhalten der Putzer gestresst fühlen können.

Die Ernährung der Lippfische ist im Aquarium unproblematisch. Sie nehmen tierisches Futter in Form von Leben-, Frost und Flockenfutter an. Ebenso fressen sie entsprechende Granulate. Allerdings kommt es gerade bei Neuzugängen vor, dass sie das Futter verweigern und sich nur von ihrer Putztätigkeit ernähren wollen. Diese reicht im Aquarium jedoch nicht aus, um den Energiebedarf der Lippfische zu decken.

Bei der Haltung der Lippfische brauchst Du ein Meerwasseraquarium. Dieses braucht eine Einlaufphase, damit sich benötigte Bakterienkulturen bilden und der autarke Schadstoffabbau beginnen kann. Zum Meerwasserbecken gehört eine Strömungspumpe, ein Abschäumer, eine Filterung und ein UV-C Klärer. Neben der technischen Ausstattung sollte auch ein regelmäßiger Teilwasserwechsel dazu gehören. Bei einem Wasserwechsel von mindestens 10 % werden Schadstoffe minimiert und Spurenelemente sowie Mineralien entfernt. Das frische Wasser muss dem benötigten Salzgehalt angepasst werden.

Eigentlich ganz lieb: Gemeiner Putzerlippfisch

Der Gemeine Putzerlippfisch wird bis zu 12 cm groß und braucht ein Aquarium von mindestens 1.000 Litern. Das Becken sollte für diese Art der Lippfische so groß sein, da er gemeinsam mit einem Partner gehalten werden sollte und gerne mit anderen Meeresbewohnern vergesellschaftet werden kann. Der Putzerlippfisch braucht die Gesellschaft eines Artgenossen – mehr aber auch nicht. Eine Gruppen- oder Einzelhaltung ist nicht zu empfehlen. In der Natur bewohnt der Putzer Riffabschnitte. Hier ist er aktiv und neugierig. Es spricht sich sogar unter den Fischern herum, wo solche Putzerstationen sind. Hier kommen allerlei Fischarten heran und lassen sich von den kleinen Fischen säubern. Den Putzerlippfischen droht dabei keine Gefahr, da sie selbst räuberische Tiere bei ihrer Arbeit in Ruhe lassen.

Sechsstreifen-Lippfisch - der kleine Verwandte

Der Sechsstreifen-Lippfisch kommt aus dem indischen Ozean. Dort lebt er versteckt zwischen Steinkorallen sowie Stöcken in einer Tiefe von 1 bis 35 Metern. Die Lippfischart wird nur 6 cm groß und verbringt ihr Leben in Gruppen, mit einem Partner oder alleine. Im Aquarium sollte auf eine Paarhaltung gesetzt werden, da diese Lippfische friedlicher sind, wenn sie einen Artgenossen haben. Der Sechsstreifen-Lippfisch ist teils ein sehr farbenfroher Fisch. Es gibt Farbvarianten mit Blau, Rot, Orange, Gelb, Grün und sogar Pink und Lila. In was sich alle Fische dieser Art gleichen sind die sechs Streifen an den Seiten. Diese ziehen sich vom Kopf bis zur Afterflosse. Selbst durch die Augen ziehen sich die Streifen durch. Der bunte Lippfisch bevorzugt eine Wassertemperatur von 24 bis 28°C und braucht ein Aquarium von mindestens 400 Liter Volumen.




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